16.02.2007 Gisborne / Neuseeland
Ein erster Blick: auf die Poverty Bay
Das Wetter um 6 Uhr morgens: 18° C, W 3, 79%, Regen
Altweiberfastnacht in der Europa-Lounge, seit Tagen wurden im Rahmen eines Kreativworkshops Kostüme genäht. Buntes Treiben der Narren schon während des Abendessens, Applaus für die besten Verkleidungen. Dann Prunksitzung unter der Regie des Dreigestirns; prämiert wurde keine der aufwendig aufgerüscht- und -gepuschelten Haremsdamen, Bunnys und sonstigen Königinnen der Nacht, sondern: ein Dienstmann Aloisius mit kleinen Goldflügeln (3. Preis: ½ Stunde Gummibootfahren mit dem Hot Man), ein Maori im Federmantel, mit Gesichtstätowierung (2. Preis: ½ Stunde Rettungsbootfahren mit dem 1. Offizier), eine Dame, die ihren Rollstuhl in einen roten Ferrari umdekoriert hatte und als Michaela Schumacher einfuhr (1. Preis: ½ Stunde am entscheidenden Joystick der Brücke). Büttenreden, Europa Alaaf, Karnevalsumzug der einzelnen Abteilungen: Die Touristik parodierte den bekannten Kreuzfahrtschiff-Tester Douglas Ward, der unsre Hütte seit Jahren als Fünfsterne plus einstuft; entscheidend daran natürlich das Plus, die Touristik deckte auf, daß er es der Durchsagen von der Brücke wegen verliehen hatte, für die erotischste Stimme der Weltmeere: Einen wunderschönen guten Morgen, meine Damen und Herren, hier spricht ihr Kapitän . Eine weitere Formulierung desselben, gefallen in einem Bord-TV-Interview und bei den Mannschaften mittlerweile geflügeltes Wort, trugen die Kabinenstewardessen in Liedform vor: Ihr dürft hier arbeiten / Auf der MS EUROPA / Ihr müßt nicht, ihr dürft. Die Weinstewardessen mit einem Breakdance, die Bedienungen aus dem Oriental mit einer thailändischen Tanzeinlage, der 1. Offizier als Zwerg im grünrotgelben Strampelanzug, den Biervorrat in der Gießkanne, mit launigen Kommentaren. Als schließlich die Evergreen Juniors zum Tanz aufspielen wollten, formierte sich um Handumdrehen eine Art Polonaise raus ins Foyer, von dort auf die Kabinen. Helau!










