07.04.2007 Dubai / Ver. Arab. Emirate
Ein erster Blick: auf die Gangbeschilderung im Homa Hotel Shiraz
Das Wetter um 6 Uhr morgens: 13° C, Wind umlaufend 1, diesig
Unsre Flucht vor der Musik, getarnt als Dreitagesausflug in den Iran, begann mit einem Schock: Herr Wöstenkühler, kaum daß er unsre wohltemperierte Hütte verlassen, brach auf der Gangway zusammen Hitzschlag. Der Rest, immerhin, konnte fahren; Frau Frunzke ist überzeugt, daß die überraschende Freilassung der britischen Soldaten (die man erst vor wenigen Tagen im iranischen Hoheitsgewässer aufgebracht und zur Kraftprobe mit dem Westen funktionalisiert hatte) von Hamburg eingefädelt wurde, wahrscheinlich von keinem Geringeren als Big Boss persönlich: Stellen Sie sich doch bloß mal die Flut an Beschwerden vor, wenn unser Ausflug ##nicht## stattgefunden hätte! Nun findet er statt, wir werden die nächsten sein, die in iranisches Hoheitsgebiet eindringen. Daß uns im Kreuzfahrtterminal von Dubai ein Falkner mit vier zum Verkauf stehenden Jagdfalken auflauert, kann allenfalls die Kipp-Oehljeklaus kurz aufhalten. Ohne sich die Vögel überhaupt ernsthaft angesehen zu haben, weist sie ihren Gesprächspartner über Handy an zu kaufen; wir ahnen mehr als daß wir hören, wie sie ihn beauftragt, auch gleich einen Termin beim Bordfriseur für sie zu arrangieren. Frau Frunzke zu Frau Stäblein: So nen Falken kriegt sie ja sonst gar nicht in ihr Nest rein, oder? Frau Stäblein ist jedoch schon sehr damit beschäftigt, ein Kopftuch gemäß Vorschrift der Islamischen Revolution anzulegen, obendrein dabei in Streit mit Frau Igelbrink geraten, ob linksgedreht gewickelt werden müsse oder rechtsgedreht. Dann aber geht es tatsächlich mit einer gecharterten Fokker nach Shiraz; im Bus, der uns dort abholt und ins Hotel bringt, eine Leuchtschrift in Endlosschleife: Lord make this a safe journey for us. Professor Billhardt: Die reinste Jenny Holzer-Installation.










