18.03.2007
Ein erster Blick: aufs West Australian Bassin
Das Wetter um 6 Uhr morgens: 28,5° C, OSO 4, 75%, leicht bewölkt
Gestern unser letzter Tag down under. Abends, beim Ablegen, eine dunkelblaue Schlechtwetterfront überm türkisem Meer, die Schönheit des Schrecklichen, wir werden genau draufzusteuern. Überraschend: Die 17 Tenöre am Kai! Mit geballter Wut intonieren sie Granada, unsre Hütte wird mit überhöhter Geschwindigkeit vom Kai geschoben, und das, obwohl der Chief (wie er später beteuern wird) sogar versucht hat, mit den Azipods gegenzuhalten. Fies: die winkende Natascha mitten unter ihnen. Unbeachtet: Wostock, im Whirlpool randalierend. An der Pool-Bar, waffelessenderweise: wir, aufgeregt unsre Schätze präsentierend, die wir für unsre letzten Australdollar erstanden haben. Das Ehepaar Wallosek: eine Zwölferpackung Koalas (für ihre Enkel). Frau Stäblein: ein lebensgroßes Stoffkänguruh (weil sie in den letzten Wochen angeblich kein einziges lebendes Exemplar gesehen hat). Dieter Drescher: eine Palette Emu Lager (was Reelles). Zufällig kommt Timmi Timmermann vorbei, der Bandleader unsrer Evergreen Juniors, er trägt einen auffällig gelb-rot-schwarz gemusterten Schlips, hauptsächlich Kreisornamente. Frau Wack: Ogottogott, ich bin doch nicht schwindelfrei! Timmi: echtes Aborigine Design; ein kleiner Aufnäher auf der Rückseite der Krawatte bestätigt es. In diesem Moment aus der andern Richtung: unser Entertainment Manager, sogleich die Situation erfassend und seine Hapag-Lloyd-Dienstkrawatte zwischen den Revers hervorziehend dunkelblaue Kreise auf silbergrauem Grund. Auch das, so die allgemeine Meinung, mindestens echtes Aborigine Design. Geistesgegenwärtig legt Timmi einen drauf und versichert, zu Hause habe er ##noch## intensivere Krawatten. Wie müssen wir uns das vorstellen? Als wir den Herstellernachweis im Innern seiner Krawatte endlich gefunden haben, allgemeines Ah & Oh: Made in China.










