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 Romane   Herr der Hörner   ausgewählte Pressestimmen

ausgewählte Pressestimmen

Herr der Hörner


"eine fast schon religiöse Offenbarung, der Beweis, daß Erzählkunst nach wie vor existent ist"
     (Andreas Schneider, daswortreich.de, 15/11/10)

„Mit gewohnter Sprachgewalt wirft Matthias Politycki böse und betörende Blicke hinter die Kulissen Kubas.“
     (Azur Kreuzfahrt Magazin, September 2009)

"ein dionysisch überbordender Mammut-Roman"
     (Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21/2/08)

"eine Sprache, die den Leser in Trance versetzen kann"
     (Detlef Grumbach, DeutschlandRadio, 10/7/07)

"'Herr der Hörner' ist eine 1.-Klasse-Fernreise (...), opulent und – weitaus wichtiger! - punktgenau erzählt. (...) Bislang mochte ich noch keine einzige von den insgesamt 736 Seiten missen. Was will ich mehr?"
     (Jens Sparschuh, Berliner Morgenpost, 9/2/07)

"Ein Buch voller Rätsel und afrokubanischer Religionserfahrungen. Eine fremdländisch-dunkle Faszination!"
     (K.-F.W., PV-aktuell, Evangelischer Pfarrverein Westfalen, Dez. 06)

"ein ebenso spannender wie bildender Roman"
     (Passauer Neue Presse, 8.7.06)

"ein zum größten Teil teuflisch gut gelungenes Buch (...). Handelte es sich allein um einen spannend erzählten Roman, wäre der Autor wohl mit vierhundert Seiten ausgekommen, da es ihm aber um nichts Geringeres geht als um den Urgrund aller Religion und allen Glaubens, sind weitere dreihundert wirklich nötig. Denn hätte Politycki darauf verzichtet, sein Wissen auszubreiten, würde er seinen Leser wirklich ins Unheimliche, Verstörende stoßen; da er aber immer Aufklärer bleibt, wirft sein Buch erhellende Lichter auf fundamentale Fragen der menschlichen Existenz (...)."
     (Christian Lorenz Müller, Konzepte. Zeitschrift für Literatur, Nr. 26/Juni 2006)

"Polityckis 'Sound' schlägt mit absurden Leitmotiven (...), einer ausgefeilten Pausentechnik und einem Mix aus Manierismus und fremdsprachlichem Slang an des Lesers Ohrmuschel. (...) 736 Seiten Unterhaltung und viel Stoff für die Diskussion literarischer Qualitätskriterien und ethischer Haltungen."
     (Diggla - Stadtmagazin Göttingen/Kassel, Juni 2006)

"Ich bin der festen Überzeugung, dass man viele zeitgenössische Bücher viel politischer lesen kann als das der Fall ist. Ich nenne ein einziges Beispiel, das meines Kollegen Matthias Politycki, der auf der Oberfläche ein Buch über Kuba geschrieben hat, tatsächlich aber ein Buch darüber, was in einer Gesellschaft passiert, wenn ihr religiöse, wenn ihr überhaupt transzendente Überlegungen und transzendente Ziele fehlen. Das ist ein höchst aktuelles, höchst hiesiges und höchst politisches Buch, das sehr weitgehend nur unter dem Aspekt seines Exotismus rezipiert worden ist."
     (Burkhard Spinnen, Deutschlandfunk, 22/5/06)

"Die Lektüre läßt einen Kuba, den Verfall seiner Städte sehen, die Rhythmen der Trommeln hören, das Meer riechen, die Hitze spüren, die Korruption und das pralle, gewalttätige, gierige Leben hinter trostloser Armut ahnen."
     (Werner Rosenberger, Kurier, 29/4/06)

"spannend"
     (Bunte, Nr.13, 23/3/06)

"In Matthias Polityckis Buch 'Herr der Hörner" ... lernt man aber vor allem einen Schriftsteller kennen, der genau zu beobachten und detailgetreu zu beschreiben weiß, der scharf und oft witzig formuliert (...)"
     (Claudia v. Dehn, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung, 21/2/06)

"hat die Sorte Zauber, der man gerne erliegt"
     (Die Rheinpfalz, 17/2/06)

"Faszinierend und irritierend ... Da erzählt, selten genug, ein deutscher Autor mal vom Leben ganz woanders und nicht nur von seiner Befindlichkeit. Ein Blick in die Welt, nicht nur für problematische 50-jährige."
     (Axel Borrenkott, Aachener Nachrichten, 4/2/06)

"Einen Kolossal-Roman legt Politycki hier vor. (...) Beeindruckende Darstellung der 'dunklen Seiten' Kubas mit faszinierenden atmosphärischen Beschreibungen."
     (Fritz Popp, EKZ-Bibliotheksdienst, Jan. 06)

"Der Roman ist ein Feuerwerk an Komik und Ironie, mit der die sinnlich-drastischen Schilderungen der oft blutigen Zeremonien, brutalen Hahnen- und Hundekämpfe, Hausschweinschlachtungen und grausigen Tieropfer gewürzt sind. Die Straßenszenen in Santiago verströmen Vitalität und derbe Lebensfreude bis ins kleinste Detail. (...) Da M. Politycki von der Kritik überwiegend hochgelobt wird, empfiehlt sich die Anschaffung bereits ab mittleren Bibliotheken."
     (Dagmar Härter, ekz-Informationsdienst,  Jan. 06)

"Wenn auch im exotischen Gewand, variiert Politycki den alten 'Faust'-Stoff und verpflanzt die Geschichte vom Pakt mit dem Teufel in den dunklen Süden Kubas."
     (Thomas Kraft, Rheinischer Merkur, 12/1/06)

"nichts für zarte Gemüter und selbst hartgesottene Leser dürften am Ende erleichtert aufatmen, daß sie dem Teufel noch einmal entronnen sind"
     (Stadtanzeiger Neustadt an der Weinstraße, 5/1/06)

"ein spannender, schockierender, schweißtreibender Lesestoff (...). Matthias Politycki gelingt es nicht nur, den Geruch Kubas in Worte zu fassen, sondern auch den Leser in den Bann des Bösen zu locken."
     (MDR/FS, artour, 24/1/06)

"ein streckenweise sehr spannender und witziger Antibildungsroman"
     (Sebastian Fasthuber, Falter/Wien, Nr. 3/06)

"eine beeindruckende Demonstration seiner Sprachgewalt"
     (Niederösterreichische Nachrichten, Woche 04/2006)

"Etliche Monate hat Politycki auf der Insel Fidels verbracht, und er scheint sie bis aufs letzte Küken, das in irgendeinem Hinterhof einer Vorstadthütte vor sich hin pickt, zu kennen. (...) Aber während wir uns noch verwirrt fragen, wie wohl die kubanische Originalversion dieses 730-seitigen Textes lautete, hört sich das Ganze längst nach der venezianischen Himmel-und-Höllen-Fahrt eines Gustav von Aschenbach an; nur daß es sich diesmal nicht um einen Münchner Künstler handelt, sondern um einen Hamburger Banker. (...) Der Verfasser von 'Herr der Hörner' hat damit, nach einer fünfjährigen Pause, einen neuen Roman vorgelegt, der ihm den Titel 'Herr der Bücher' sichert. In elegisch-ironischen Rhythmen reiht sich Leitmotiv an Leitmotiv. Nonchalantes Neudeutsch mischt sich mit altväterischem Aktendeutsch und das Zitat aus der Weltliteratur mit O-Tönen aus der Karibik. Aus alledem komponiert Matthias Politycki einen satten son mit samtenem Sog: (...) Selten hat ein reisender Romancier heute das Andere und das Eigene so scharf angeschaut – und das Anschauen dazu – wie der 50-jährige Münchner: ein Fanfarenstoß auf den Herrn des schwarzen Humors. (...) In seinem Santiago de Cuba trommeln die Santos und die Salseros. Und in seinen Lesern pocht die Lust, die Leselust."
     (Alexandra Kedves, Neue Zürcher Zeitung, 17/1/06)

"eine explosive Mischung, die in der Literatur schon vielfach durchgespielt wurde (...). Der Zivisationsfirnis beginnt rasch abzublättern, und diesen Prozeß zeigt Politycki mit großer kompositorischer Meisterschaft. (...) Zusammengehalten werden die verschlungenen Wege der Handlung mit den vielen dunklen Figuren und Praktiken von einem festen Gerüst aus Motiven und Sprachschleifen, die eine Art Netz ergeben, in dem Broders zivilisiertes Ich Schicht um Schicht verschwindet. (...) Politycki hält die Spannung bis zuletzt durch."
     (Evelyne Polt-Heinzl, Die Presse/Spectrum, 17/12/05)

"700 gewaltige Seiten bis zum furiosen Ende – nicht leicht zu lesen, aber unglaublich faszinierend."
     (Klaus-Georg Loest, Westfälisches Volksblatt, 17/12/05)

"Polityckis Sprachthythmus, Ironie und Menschenkenntnis (sind) unwiderstehlich."
     (Claudia Ihlefeld, Heilbronner Stimme, 14/12/05)

"Nach so viel Ostalgie und deutscher Innerlichkeit: Endlich mal ein Autor,
der in die Welt rausgeht und was erlebt. Bildstark erzählt und geprägt vom
Sound Kubas."
     (Peter Hetzel, SAT 1/Frühstücksfernsehen, 13/12/05)

"hat mit einer touristengerechten kubanischen Folklore à la 'Buena Vista Social Club' nichts am Hut"
     (Markus Bundi, Wiener Zeitung, 9/12/05)

"eine opulente Sprachschlacht, ein gewaltiges Werk für tapfere Leser (...), ein leidenschaftliches, ein grausames, vor allem aber ein sinnliches Buch. Man schmeckt das Salz der Erdnüsse auf den Lippen, spürt den Staub in der Kehle, riecht das Bratfett der erlegten Sau und das getrocknete Blut auf den okkulten Ketten, fühlt das ranzige Pizzaöl an den Fingern und die Sonne auf der Haut. Und schwärmt das nächste Mal jemand vom Kuba-Urlaub, wird der Leser höchstens beiläufig lächeln. Er ist schließlich in Santiago gewesen."
     (Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 10/12/05)

"Diese schwülheiße Literatur hilft perfekt gegen Winterdepressionen."
     (Hamburger Morgenpost, 8/12/05)

"Ein monumentaler Bildungsroman (...). Sein Handwerk beherrscht Matthias Politycki. Er pflegt seinen gewohnt rhythmischen Erzählstil und versorgt uns mit bildhaften Schilderungen des kubanischen Alltagslebens. (...) Allein dieser kubanischen Impressionen wegen lohnt sich die Lektüre. (...) Als ein mit allen Wassern der Postmoderne gewaschener Schriftsteller baut Matthias Politycki natürlich eine Sicherheitsbremse ein: Dadurch, daß er Broder nicht selbst berichten läßt, sondern dessen innere Monologe immer wieder durch eine auktoriale Stimme konterkariert, arbeitet er mit distanzierenden Effekten."
     (Maike Albath, Frankfurter Rundschau, 7/12/05)

"Was zunächst wie die banale Liebesgeschichte eines saturierten Fünfzigers aussieht, erweist sich am Ende als ein Roman vom Zusammenprall der Kulturen."
     (Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung, 5/12/05)

"so gut wie ein Flugticket"
     (Elle, Nr. 12, 2/12/05)

"spannend, opulent und sprachbesessen, sehr genau aber auch witzig erzählt"
     (Tomas Gärtner, Dresdner Neue Nachrichten, 1/12/05)

"Nach 200 Seiten ist sogar das moralische Entsetzen verschwunden."
     (Bücher, Dez. 05/Jan. 06)

"Politycki erzählt in einer fein gedrechselten Sprache, die ironisch gebrochen bleibt. Und eben diese Kunstfertigkeit wird zum Problem: Der Held verfällt zunehmend dem Irrationalen, dem Rausch - der Erzählstil bleibt gediegen. So scheitert dieses üppige Buch, aber es scheitert grandios. Und das ist mehr, als man von all der Befindlichkeitsliteratur hierzulande sagen kann."
     (Kultur News, Dez. 05)

"Matthias Politycki vermeidet es, sein Leser über mehr als 700 Seiten mit autobiographischer Selbstbespiegelung zu langweilen. Vielmehr ist ihm mit dem neuen Roman das am überzeugendsten gelungen, was ihm lange als spezifisches künstlerisches Ideal seiner Generation vor dem geistigen Auge stand. (...) Eine politische Haltung durchscheinen zu lassen in einem Text, der primär das zutiefst Menschliche zum Gegenstand hat, ist sein Hauptanliegen. Der 'Herr der Hörner' leistet dies in einer bislang nicht dagewesenen Konsequenz."
     (Arnd Richter, Macondo, Nr.14/Dez. 05)

"Matthias Politycki macht die unbequeme Gegenwart zum Zentrum seines Erzählens, denn in Wirklichkeit wendet sich Broschkus von einer Kultur ab, der auf alarmierende Weise die Basis ihres kulturellen Selbstverständnisses abhanden gekommen ist. Trotz allem versteht es Politycki, das ohne erhobenen Zeigefinger zu erzählen. Die Sichtung der untergehenden Welt ist vielmehr gepaart mit hämmernd-rhythmischen Sätzen, die einen durch den Roman eilen lassen, daß es einem, wenn nicht gar schwarz, so vielleicht honigfarben vor Augen wird."
     (Heiko Neumann, Rezensöhnchen. Zeitschrift für Literaturkritik, Dez. 05)

"Der Autor muß und will die magische Welt mit den Stilmitteln der westlichen Literatur erzählen, mit strengem, bis ins Manierierte reichendem Form- und Sprachbewußtsein. Damit steht die magische Welt einem Hubert Fichte - der die Distanz zu den afroamerikanischen Riten nie aufgegeben hat - näher als einem Gabriel Garcia Marquez, der mit Form, Sprache und Inhalt ganz in die magische Welt abtaucht."
     (Otfried Käppeler, Südwest Presse, 30/11/05)

"Midlifecrisis, das (...) ist ein Spiel mit dem Feuer. Und ein Pakt mit dem Teufel. (...) Nicht anders bei Matthias Politycki, einem der sprachlich potentesten Autoren hierzulande. Politycki ist ein Pfundskerl - einer, der stilistisch mit feiner Klinge ficht, doch sich gerne dort tummelt, wo die Säbel rasseln. Rasant erzählt er von den Wegesrändern. Weil es am Saum zumeist am schönsten ist. (...) 'Das Helle vergeht, doch das Dunkle, das bleibt.' Wie ein roter Faden zieht sich diese Farbenlehre durch Polityckis Konvolut, das mit enormem Stilwillen erstaunlich konzentriert durchgearbeitet ist; das mit seinem bisweilen burlesken Ton all die morbiden Mythen angemessen ins ironisierende Licht rückt. (...) ein Mordsbuch. Politycki beherrscht einen Ton, der weder Tod noch Teufel scheut. Das ist bemerkenswert in unserem verzagten Land."
     (Lars Grote, Märkische Allgemeine, 29/11/05)

"spannend"
     (Madame, Nr. 12, 28/11/05)

"eine geradezu magische Reise in die Karibik (...). Sprachlich gelingt es Matthias Politycki meisterhaft, das kubanische Klima in Worte zu fassen. (...) 'Herr der Hörner' ist ein großes Stück Literatur und geht in seiner Absicht und Wirkung weit über das Erzählend-Unterhaltende hinaus. Matthias Politycki spiegelt hier Grundsätzliches und stellt damit eingefahrene und scheinbar auch bewährte Lebenskonzepte radikal in Frage."
     (Andreas Thiemann, Westfalenpost, 24/11/05)

"bietet eine ganze Welt. (...) Ein großer erzählerischer Ansatz, der nach Grundwerten des Lebens sucht."
     (MDR/Figaro, 22/11/05)

"Er zählt zu den Weltreisenden der deutschen Literatur und zu den wenigen Autoren, die über eine ganz eigene Sprache, einen unverkennbaren Sound verfügen: Matthias Politycki. (...) 'Herr der Hörner', sein neuer Roman, erzählt mitreißend von einem weißen Mann in einer schwarzen Kultur, ein deutscher Banker begegnet Teufelsanbetern auf Kuba (...) - eine radikale Absage an die Kubaklischees des Buena Vista Social Club, (...) eine tolle Geschichte über einen Mann, der ins Herz der Finsternis blickt."
     (Denis Scheck, ARD/druckfrisch, 20/11/05)

"Matthias Polityckis Roman 'Herr der Hörner' (...) ist famos gelungen. (...) Gleichsam Arm in Arm mit Hemingway und Joseph Conrad, Coppola und Crumb taumelt der Erzähler durch kinotauglich scharf ausgeleuchtete Szenen und Visionen. (...) 'Herr der Hörner' ist ein Roman, der in die Nase sticht, in den Ohren nachhallt und in den Augen beißt. Zum Ende hin nehmen die Beschreibungen von diversen afroamerikanischen Voodoo-Ritualen gruselige Ausmaße an. Schweißtreibender Lesestoff, fürwahr, aber die deutschsprachige Literatur dieses Herbstes hält ja genug trockene Geschichten bereit."
     (Hajo Steinert, Tages-Anzeiger, 18/11/05)

"Phantastischer Lesestoff - nicht nur für Kuba-Fans."
     (Ludwigsburger Wochenblatt, 17/11/05)

"In äußerst ironischem Gegensatz zum artifiziellen, ziselierenden Stil Polityckis läßt Broschkus sich, anfangs noch täppisch und schüchtern, dann umso genußvoller in das lärmende, brutale Alltagsleben Kubas fallen. (...) Wie ein verhinderter Abenteurer den Ballast eines beschwerlichen Wohllebens abwirft, erzählt dieses dicke Opus."
     (Christine Diller, Münchner Merkur, 17/11/05)

"eine der interessantesten Neuerscheinungen dieses Bücherherbstes (...). Sprachfetischist Politycki (...) pflegt komplexe Plots."
     (Claudia Ihlefeld, Heilbronner Stimme, 15/11/05)

"Sprachlich ist der auch als Lyriker erfolgreiche Autor im "Herrn der Hörner" auf der Höhe seines Könnens, und wer bei der Lektüre über die eine oder andere leicht manieristisch wirkende Eigenheit der Sprache Matthias Polityckis stolpert, der lese die entsprechende Passage laut, um zu erleben, wie intensiv der Politycki-Stil durch einen geradezu musikalischen Sprachfluß geprägt ist."
     (Arnd Richter, WDR 3/Gutenbergs Welt, 13/11/05)

"Polityckis langer und dichter Roman ist mehr als ein 'cherchez la femme' (...): Ein Entwicklungsroman als westeuropäische Variante des phantastischen Realismus, in Polityckis mitreißendem Sprachrhythmus aus beiläufiger Beobachtung, Ironie, Reflektion und Menschenkenntnis."
     (cid, Heilbronner Stimme, 8/11/05)

"Dieses Buch ist ein Rausch, sprachlich wie inhaltlich."
     (Markus Bundi, Mittelland Zeitung, 4/11/05)

"Welch ein Fundus an Beobachtungen und Details! Allein für die Materialsammlung wäre der Autor zu loben. Aber der Roman ist mehr als das Ergebnis einer fundierten Recherche: eine Mischung aus Höllentrip und Gralssuche, Verheißung und Verderben – und ein formbewußter, mit Ironie und starken Bildern souverän hantierender Roman des 21. Jahrhunderts, der den Bogen über Zeiten und Welten zu schlagen versteht."
     (Thomas Kraft, Financial Times Deutschland, 4/11/05)

"Der da schreibt, weiß, wovon er erzählt. (...) Die Vernunft gerät dabei zusehends ins Hintertreffen, die Unmittelbarkeit aber drängt sich nicht nur Broschkus, sondern auch den Leserinnen und Lesern zunehmend auf. Lebensfreude und dunkle Magie gehen in diesem großen Roman Hand in Hand, ein Grundkurs in Spanisch ist quasi inklusive."
     (Markus Bundi, Aargauer Zeitung, 4/11/05)

"Politycki gelingt es, mit dem steten Wechsel von Tempo und Stillstand, Emotion und Anschauung und einer barock überbordenden und doch genauen Sprache den Leser in den Bann zu schlagen."
     (Thomas Kraft, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 2/11/05)

"ein harter Brocken"
     (Neue Presse Hannover, 1/11/05)

"'Herr der Hörner' ist für mich eine (fast schon religiöse) Offenbarung, der Beweis, daß Erzählkunst nach wie vor existent ist. Der Zauber der Worte, verpackt in einem Roman, den ich ab sofort zu den großen der jüngeren Literatur zähle. Die Rasanz des Werkes beginnt mit der Namensgebung für den Protagonisten (...): Broder Broschkus. Politycki reiht sich damit ein in die Phalanx begnadeter Autoren, die die Personen ihrer Romane nicht mit belanglosen Namen diskreditieren. (...) Mit einer unglaublich barocken Wortfülle erschließt der Autor die Insel (...) wie ein Puzzle, (...) erkennbar in dem Moment, wenn zwei weitere Teile zusammenpassen, um das große Ganze Stück für Stück fühlbar zu machen (...) – Matthias Politycki in einem Schreibrausch. (...) Dabei bewahrt der Erzähler durch feinsinnigen, die Handlungen hinterfragenden Humor die notwendige Distanz."
     (Andreas H. Schneider, Das Wortreich Online, 1/11/05)

"Ein schockierend authentisch wirkendes Buch, das an der Aufklärung zweifeln läßt."
     (Playboy, Nov. 05)

"Mit sprachmächtiger, geradezu prunkender Erzählweise gelingt es Politycki, ein unbekanntes Kuba auf höchst sinnliche Weise erfahrbar zu machen. Ein opulent ausgestattetes Werk, für mich der Roman des Jahres."
     (H.O., Bielefelder/Buch des Monats, Nov. 05)

"Eine fesselnde Geschichte von der Sehnsucht nach dem wirklichen Leben, der engen Beziehung zwischen Göttern und Menschen sowie der täglichen Mühe, im Alltag von Fidel Castros Kuba zu bestehen."
     (daserste.de/druckfrisch, Nov. 05)

"Atemberaubend spannend!
     (Inge Kracht, Rheinische Post, 22/10/05)

"Politycki schafft es wie nur ganz wenige Autoren, Denken der Figur und Erzählen parallel zu schalten. Und deshalb begleitet man Broschkus bei seinem unaufhaltsamen Gang gern, in alle Dunkelheiten und Alpträume – bis zu seinem Untergang."
     (Markus Bundi, Südkurier, 24/10/05)

"Matthias Politycki erregt Neugier auf Exotisches (...). Der Münchner Autor beherrscht die Kunst, durch winzige Andeutungen Spannung zu erzeugen."
     (Adolf Fink, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22/10/05)

"Auch wenn in der Konfrontation [seiner Hauptfigur] mit dem Gehörnten Furcht wie Anbetung vorkommen und allerhand blutige Rituale, es geht dem Autor um Aufklärungskritik. Um das Kontrastprogramm zwischen der Müdigkeit westlichen Denkens und der kraftvollen Lebenweise der nicht selten verzweifelt armen Kubaner. Damit hat der Roman einen Nerv getroffen, die Müdigkeit des 'Weißen Mannes' ist (...) ein Thema unserer Wirklichkeit."
     (Lutz Hoyer, Dresdner Neueste Nachrichten/Beilage zur Buchmesse, 20/10/05)

"'Herr der Hörner’ ist genau wie Goethes 'Faust' eine Liebesgeschichte und eine Teufelsgeschichte – und deshalb (...) ein enorm deutsches Buch. Politycki ist ein enorm farbiger Roman gelungen über einen weißen Mann in einer schwarzen Kultur, den dünnen Firnis der Zivilisation – und darüber, daß wer mit dem Teufel Suppe essen will, einen sehr langen Löffel braucht."
     (Denis Scheck, Express Düsseldorf, 20/10/05)

"zunächst eine große Recherche-Herausforderung (...): Für einen Schriftsteller aus Europa ist es sensationell, das Vertrauen der Schamanen gewonnen zu haben. (...) Diese Nähe, das Authentische, spürt man als Leser dieses Romans auf jeder Seite. So packend hat dieses Kuba noch keiner beschrieben."
     (Gerald Giesecke, ZDF/Aspekte, 20/10/05)

"Fulminant erzählt, inklusive Hahnenkampf, Stampfen und Stinken, Duften und Singen und Tanzen. Und mitten in höchst drastischen Szenen breitet sich Ruhe aus, wunderbar."
     (Lutz Hoyer, Leipziger Volkszeitung/Beilage zur Buchmesse, 20/10/05)

"kraftvoll sinnlich (...), witzig (...), atmosphärisch mitreißend und spannend (...), berauschend schön. (...) Matthias Politycki schildert den kubanischen Alltag sehr genau. (...) Die faulige Üppigkeit mancher Ecken erinnert von ferne an Venedig. Ebenso wie die zunehmende Schlaffheit des Flaneurs an einen dortigen Spaziergänger denken läßt, den die Hitze ebenso erschöpft."
     (Sandra Kerschbaumer, Frankfurter Allgemeine Zeitung/Beilage zur Frankfurter Buchmesse, 19/10/05)

"eine künstlerische Antwort auf das hierzulande gassierende 'Jammern auf hohem Niveau', ein leidenschaftlicher Appell zur Rückbesinnung auf die Werte der so genannten 'zivilisierten westlichen Gesellschaft'."
     (Peter Mohr, General-Anzeiger Bonn/Buchmessenbeilage, 19/10/05)

"Polityckis opulenter, funkelnder, sprachbesessener Roman (...) erzählt vom Absturz seines Helden – oder vielmehr von seiner Errettung, je nachdem, aus welcher Perspektive man seine Abenteuer betrachtet. In grandioser Genauigkeit schildert er die Alltagswelt in Santiago, den Staub, die gelben Hunde, die Katzenkadaver, die strengen Gerüche, den Tag-und-Nacht-Lärm, die vielfältig verschwitzten Hemden, die Bettler vor der Kathedrale, die Schlangen vor den Geschäften, die überlaufenden Wassertanks auf den Dächern, die Menschen der Nachbarschaft, die unentwegt 'mentiras' austauschen (...). Langsam, fast unmerklich, kommt unter der geschäftigen Oberfläche des Lebens eine Tiefendimension aus religiösen Geheimnissen und Gerüchten zum Vorschein. (...) Dr. Broder Broschkus ist ein touristisch infizierter Dr. Faust der globalisierten Welt, der bereit ist, seine Seele zu verpfänden, um 'etwas Stärkeres als Logik, Vernunft und Verstand' zu finden. (...) Broschkus' bedingungsloser Bereitschaft zur Selbstauslöschung steht allerdings das strenge Formbewußtsein des Erzählers entgegen. Es konterkariert den traurigen Helden durch einen leichten, tänzelnden Tonfall, der bei allem Glänzen- und Blendenwollen, bei aller strotzenden Sprachpotenz, unüberhörbar ironisch bleibt. Politycki hat schon im 'Weiberroman' einen Manierismus der Sprache aus Wortschöpfungen und kunstvoll integrierter Umgangssprache entwickelt. Im 'Herr der Hörner' bewährt sich der artifiziell saloppe Stil als Methode, sich in der Welt zu behaupten: (...) Politycki geht es um die Ästhetisierung auch des Archaischen. Aber wenn sein Roman schließlich in einem bizarren Menschenopfer gipfelt, behält die Ironie die Oberhand. So sehr es den armen Helden hinabzieht in den Orkus aus Blut und Magie, so unberührt heiter und formbewußt bleibt die Sprache des Romans. Die Stimme des 'weißen Mannes' ist eben doch noch nicht verstummt."
     (Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung/Beilage zur Frankfurter Buchmesse, 18/10/05)

"ein Fest der Farben, Klänge und Gerüche, eine sprachgewaltige Suada auf die elementare Sinnlichkeit Kubas mit seinen lebensfrohen Bewohnern und kraftvollen Riten (...), ein mit Lust und Verve geschriebenes Buch, das trotz seines streckenweise ironischen Untertons nicht darüber hinwegzutäuschen vermag, daß unter der Oberfläche der gängigen Kuba-Klischees eine ebenso unheimliche wie faszinierende, von Blut, Gewalt und Okkultismus beherrschte Welt schlummert. (...) Tatsächlich wandelt Politycki auf den Pfaden Friedrich Nietzsches – wenn auch auf eine Weise, die dem Farbenreichtum und der Exotik seines rauschhaften Liebes- und Abenteuerromans durchaus zugute kommt. Denn was die wenigsten seiner Leser wissen: Politycki ist nicht nur ein guter Romanschriftsteller und Lyriker, sondern auch ein versierter Nietzsche-Forscher, der (...) zwei große wissenschaftliche Nietzsche-Bücher geschrieben hat."
     (Christoph Bartscherer, Landshuter Zeitung, 17/10/05)

"'Herr der Hörner' wäre als Buch schon deshalb zu rühmen, weil es die gepflegte Nabelschau und den Deutschjammer der Mehrheit unserer Literaten meidet. Dieses Buch ist eine Riesenreportage über eine vitalistische Welt (...). Fast zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Ethnopoeten Hubert Fichte nimmt Politycki dessen Spurensuche nach den afroamerikanischen Kulten wieder auf. Der Roman ist ein Riesenschmöker mit vielen komischen Partien, ein fesselnder Bilderbogen mit einem Gespinst aus Fantasy-Elementen und trotz aller schweren Rätsel ungemein leicht zu lesen."
     (Wilfried F. Schoeller, NDR kultur/Buch der Woche, 16/10/05)

"Politycki zeigt am Beispiel von Broschkus den Untergang eines Menschen aus der modernen abendländischen Zivilisation in einer archaisch geprägten Welt, die nach ganz anderen Regeln und Normen funktioniert. (...) Hunde- und Hahnenkämpfe, Exhumierungen, Hausschlachtungen und Katzenopfer im Grasland oberhalb der Stadt gehören zu den Proben, denen sich auch der Leser aussetzen muß und wo auch die Sprache aus der Reserve kommt."
     (Dietholt Zerweck, Eßlinger Zeitung, 16/9/05)

"Mit Thomas Mann kann Matthias Politycki jetzt sagen: Dieses habe ich groß gewollt, denn groß ist seine Parabel auf die Erlösungssehnsucht des weißen Mannes wahrlich geworden. Das alte deutsche Motiv vom Wanderer, der in fremden Landen wiedergeboren wird, hat er neu gefaßt. Und die schillernden kubanischen Farben stehen dieser Fassung sehr gut."
     (Tilman Krause, Die Welt/Favoriten, 15/10/05)

"strotzt nur so vor Leben"
     (Anne Diekhoff, Neue Osnabrücker Zeitung, 15/10/05)

"Irgendwie scheint es nicht mehr gefragt zu sein, daß sich die Dichter und Denker dieses Landes zum politischen Geschehen äußern und sich ungefragt einmischen. (...) Eine Ausnahme sei an dieser Stelle gepriesen: Matthias Politycki. Immer mal wieder setzt er unorthodoxe und tabubrechende Gedanken in die Welt. Sie sind es auch, die sein neues Buch 'Herr der Hörner' so bemerkenswert machen. Politycki hat einige Zeit auf Kuba gelebt (...). Aus dem erlittenen Kulturschock und der drastischen Verschiebung von Prioritäten hat Politycki etwas Großartiges gemacht: ein spannendes, tiefgründiges und heiteres Buch, dem viele Leser zu wünschen sind. (...) Skurrile Geschichten, unvergeßliche Charaktere, ein spannender Plot – dieses Buch hat von allem wirklich reichlich. (...) Der Leser kann sich der Faszination der Geschichte nicht entziehen. (...) Politycki liebt Kuba und seine Menschen, das erzählt dieser manchmal so verstörende Roman in einer schönen, bildhaften Sprache auch und nicht nur am Rande."
     (Bettina Schmidt, Sächsische Zeitung, 15/10/05)

"Matthias Politycki (...), seit 'Weiberroman' als feuriger Erzähler geschätzt, schickt einen Hamburger Banker namens Broder Broschkus auf Kuba-Urlaub. (...) Die so lustvoll erhoffte Unternehmung (wird) bald zu einer Reise ins finstere Herz kubanischer Volksreligionen."
     (Peter Zemla, Buchjournal Nr.3, 14/10/05)

"Polityckis Text rockt, er pulsiert, sein Rhythmus reißt (...) mit."
     (Annette Scheepers, Rheinische Post, 14/10/05)

"Anstatt auf die Spur seines Mädchens gerät er (Broder Broschkus) auf allerlei geheimnisvolle Um- und Abwege. So verwandelt sich seine Personenfahndung in eine Suche, die auf Bedeutenderes zielt. Und damit rückt Broder Broschkus auf in die erste Liga der Suchenden, jener legendären Sucher nach dem Heil, dem Gral, dem Kraftquell oder dem Weltgeheimnis. Obwohl nur ein sehr ferner Nachfahre des Parzival, geht es auch bei ihm um (...) einen magischen Kessel. (...) Mit federnder narrativer Rhetorik führt der Erzähler seinen Helden durch den kubanischen Alltag. Die szenischen Schilderungen der kleineren und größeren Abenteuer sind höchst lebendig, der Mikrokosmos der Straßen und Winkel Santiagos entfaltet sich mit einem erstaunlichen Wahrnehmungsreichtung der Farben, Geräusche, Gerüche, Texturen, Atmosphären. Dieser Gestus der überschwenglichen (...) Erzähllaune hält sich bis zum Ende, ohne an Spannkraft zu verlieren. Das ist eine Leistung, und es ist auch glanzvoll."
     (Eberhard Falcke, DIE ZEIT/Beilage zur Buchmesse, 13/10/05)

"Ein echter Wälzer zum Eintauchen. (...) Politycki in Höchstform"
     (Claudia Hötzendorfer, Neue Ruhr Zeitung, 11/10/05)

"Man kann es sehen, hören, riechen und fühlen in diesem Roman: Santiago de Cuba. Die feuchte Hitze, die das Hemd binnen kurzem am Körper kleben läßt, den Schweiß, den allgegenwärtigen Uringeruch, den Rum und das Meer. Das Blut der frisch geschlachteten Schweine (...) die trostlose Armut, die Korruption und das pralle, gewalttätige, gierige Leben."
     (Ruth Fühner, Hessischer Rundfunk/Mikado, 10/10/05)

"Matthias Politycki zelebriert ein Festival der Sinne; Atmosphäre und Ambiente, Geräusche, Gerüche (...) werden wunderbar eingefangen – Spannung herrscht vom ersten Augenblick an. (...) Mit anheimelndem Sarkasmus wird das gesamte mitteleuropäische Existieren abgefertigt. Mit Liebe zum ruinösen Detail widmet sich der gut sortierte Autor dem allgemeinen Verfall in Santiago (...). Wer die Schuhe putzen will, benutzt einen Kater dazu. Fahrräder werden nicht gewaschen, sondern durch Handauflegen gereinigt. Aus alldem konstituiert sich eine Komik, die auch über große Strecken hin nicht ihren Reiz verliert."
     (Udo Dickenberger, Stuttgarter Nachrichten/Buch der Woche, 6/10/05)

"Teufel auch! Dieses Buch geht unter die Haut. (...) Mit seinen kraftvollen Schilderungen vermag der Roman seine Leser zu bannen, zugleich wird durch stilistische Finessen, Witz und Ironie stets Distanz gewahrt. (...) Matthias Politycki berührt mit seinem Roman einen Nerv, der auch nach 735 gelesenen Seiten nicht aufhört zu rumoren."
     (Christina Rademacher, Salzburger Nachrichten, 1/10/05)

"Ein Roman voller Sehnsucht, wortgewaltig wie Poesie."
     (Petra, Oktober 2005)

"ein Wahnsinns-Werk (...). Sprachgewaltig beschwört Politycki Bilder, die an Psycho-Trips wie 'Angel Heart' erinnern. Ein Leseerlebnis, das beweist, daß dieser auch Autor auch mit 50 alles andere als in der Krise ist."
     (Angela Wittmann, Brigitte Nr. 21, 28/9/05)

"Siebenhundertsechsunddreißig Seiten. Neunhundertfünfzig Gramm Papier. Wer einen derart langen, derart gewichtigen Roman schreibt, der braucht dafür einen guten Grund. Um es voreweg zu nehmen: Matthias Politycki (...) hat sogar einen sehr guten. Denn 'Herr der Hörner' ist die Geschichte einer Obsession, eines Absturzes ins Herz der Finsternis, einer Verwandlung. Einer Verwandlung, die so tiefgreifend und so düster ist, daß man sie in einer knapperen Form kaum glaubhaft schildern könnte."
     (Verena Carl, Spiegel-Online, 9/05; http://www.verenacarl.de)

"Das beste Buch des Jahres: Matthias Politycki ist der Herr der Sprache."
     (Elke Serwe, Für Sie 20/2005, 20/9/05)

"Das ist grandios erzählt. Es stampft und stinkt und duftet und singt. Und neben drastischen Szenen mit Hahnenkampf, Hausschlachtung oder Blutritual gibt es wunderbare Momente der Ruhe, in denen die ganze Schönheit des 'schwarzen Südens' von Kuba aufscheint. (...) 'Herr der Hörner' gehört – so farbig und schräg er geschrieben ist – ins Genre des klassischen Entwicklungsromans  (...). Auch im Roman verschafft sich die kritische Vernunft immer wieder Gehör. Bei aller Intensität der Beschreibung ist der Text mit Witz und Ironie angereichert."
     (Stefanie Schütte, dpa, 19/9/05)

"Der Autor besticht durch präzise Beobachtungen, erweist sich als Insider, wenn er die Atmosphäre um den Parque Céspedes und auf anderen Verkehrsadern Santiagos präzise und mit wunderbarer Ironie beschreibt. Oder die Mißgunst unter den Nachbarn, deren Mißtrauen und üble Nachrede (...) Politycki gibt einen genauen, großenteils authentischen und noch dazu faszinierend zu lesenden Einblick in die beiden Hauptstränge kubanischer Mischreligionen: die aus Westafrika überlieferte Santería sowie den animistischen, aus dem Kongo-Becken stammenden Palo-Monte-Kult. Damit erschließt sich dem Leser ein Stück spannender Kulturgeschichte (...). Das ist, mit all seinen arachaisch-blutigen Opferzeremonien sowie etlichen Schutz- und Schadenzaubereien, spektakulär inszeniert."
     (Roman Rhode, Der Tagesspiegel, 18/9/05)

"nicht nur der Roman einer Midlife-Crisis, sondern der Roman einer politischen Krise, ja mehr noch, einer Zivilisationskrise (...): eine Generalabrechnung mit Deutschland (...), eine tolle Geschichte"  
     (Denis Scheck, Deutschlandfunk/Büchermarkt, 16/9/05))

"ein insgesamt sehr bunter und farbiger Roman (...), von den atmosphärischen Beschreibungen her ein sehr dichtes und gelungenes Buch"
     (Julia Schröder, Deutschlandfunk/Büchermarkt, 16/9/05)

"ein großer Wurf (...), riskiert viel, viel mehr als die meisten anderen deutschen Romane"
     (Rainer Moritz, Deutschlandfunk/Büchermarkt, 16/9/05)

"eines der ungewöhnlichsten deutschen Büchern der letzten Jahre"
    (Volker Isfort, Abendzeitung Nürnberg, 13/9/05)

"räumt mit den gängigen Kuba-Klischees auf"
     (Martina Scherf, Süddeutsche Zeitung/Münchner Kultur, 13/9/05)

"Der Roman ist bei allem Furor auch urkomisch. Die Übergänge zwischen phantastischem Realismus, Abenteuerroman, Geisterstunde, Rausch und Trash sind fließend. (...) So leidenschaftlich, hitzig, wuchtig, maßlos, farbig, schrill und authentisch hat noch kein deutscher Schriftsteller von Kuba erzählt. Der Roman ist dokumantarisch exakt bis hinein in die verwinkelten Gassen, in die Gebräuche, Riten und Rituale. Er ist, inklusive aller stilistischen Eigenheiten, famos geschrieben. (...) Der turbulente und mit einem irren apokalyptischen Finale endende Roman besteht den kühnen Balanceakt zwischen Irrationalismus und Aufklärung, Exotismus und Zivilisationskritik bravourös. (...) Überbordende Fabulierlust und anthrophologische Forschung stehen sich nicht im Weg. Die Unbedingtheit, mit der der Autor sich – und uns Lesern – Erleuchtungen gönnt und uns am Ende doch ins Verderben schickt, wühlt auf."
     (Hajo Steinert, Focus 37/2005, 12/9/05)

"(kommt) als düster-farbiger Karibik-Thriller daher und zugleich als Satire auf europäische Distinguiertheit. (...) Daß Politycki weiß, wovon er spricht, merkt man diesem lebendigen, aufschlußreichen Roman auf jeder Seite an. (...) ein großes Lesevergnügen ist dieser spannende und amüsante Roman auf jeden Fall."
     (Alexander Altmann, TZ München, 12/9/05)

"In rauschhafter Sprache mit Witz und Ernst, Ekel und Ehrfurcht und großer Akribie beschreibt der Autor die Traurigkeit der Tropen und liefert ein Kubabild jenseits bekannter Klischees. Anders gesagt: Den Wenders verspeist Politycki zum Frühstück."
     (Volker Isfort, Abendzeitung München, 12/9/05)

"der Roman einer Grenzüberschreitung"
     (Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11/9/05)

"ein Blick ins Herz der Finsternis"
     (Denis Scheck: Sichere Bestseller für den Herbst, WELT AM SONNTAG, 11/9/05)

"wuchtig grimmig (...), bravourös joungliert"
     (Frank Keil, DIE WELT/Hamburg, 10/9/05)

"'Herr der Hörner' (...) ist nichts weniger als die Apotheose der von Nietzsche empfohlenen 'dionysischen Weltanschauung'."
     (Gunther Nickel, DIE WELT, 10/9/05)

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