Menü öffnen
Menü schließen





english version



Matthias Politycki Radio
 Essays & Artikel   Die Farbe der Vokale

Die Farbe der Vokale

20/05/1998
Matthias Politycki
Die Farbe der Vokale
Von der Literatur, den 78ern und dem Gequake satter Frösche

268 Seiten
ISBN 3630869971

erschienen/erscheint bei:
Luchterhand, 8/98
vergriffen; zu beziehen über Warmbronner Antiquariat Ulrich Keicher, Postfach 7044, 71216 Leonberg, Tel. 07152/72195, U.Keicher@t-online.de

 

Über das Buch

„Müssen wir uns etwa dafür entschuldigen, daß wir uns nicht länger kleinhalten lassen als „jüngere deutsche Literatur“? sondern daß wir spätestens mit den Produktionen der 90er Jahre - mag man sie nun als Neue Deutsche Lesbarkeit, Neue Äußerlichkeit, Postmoderne, 78er-Literatur oder als was immer zusammenfassen – daß wir Teil geworden sind der deutschen Literatur?“

„Literatur muß sein wie Rockmusik“, bodennah und von großer Wucht wie ein Song, wenn er gut ist. Matthias Politycki war einer der ersten, die diesen Anspruch an die Literatur gestellt haben, und in erfrischend deutlichen Worten hat er dabei auchgleich einige heilige Feuilleton-Kühe geschlachtet.
Dringend empfahl er, sich von den verkopften Nachfolgern der Moderne zu verabschieden: Literatur solle Vergnügen bereiten, weite Teile der deutschen Nachkriegsliteratur gehörten eigentlich in eine geräumige Mottenkiste gestopft. Doch Achtung! Zu den blinden Liebhabern der Unterhaltung in der Literatur darf Politycki nicht gerechnet werden. Sein Credo lautet vielmehr: „Form ist Wollust“ wie etwa bei Rimbaud, der jedem Vokal eine eigene Klangfarbe verlieb, oder bei den Stilisten Benn und Nietzsche, von deren Artistik Politycki nachhaltig beeindruckt ist. Bei diesen Autoren hält sich Politycki gerne auf, sie verehrt er, als ob sie schon die Rockmusik in die Literatur hineigetragen hätten, und eines wird deutlich, wenn er die Vorzüge ihrer Werke beschreibt:
Er befindet sich auf der Suche nach neuen Traditionen. Aber ihm geht es ja nicht nur um Literatur: Er möchte die Generation, der er selber angehört, die 78er, aus ihren gut gepolsterten Schmollwinkeln her ausscheuchen und sie dazu anstacheln, sich endlich gegen die 68er und 89er zu behaupten. Als ihr Vorreiter hat Matthias Politycki diese Aufsätze geschrieben, die wieder für gehörigen Wirbel sorgen werden.

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe




Aktuell:
Link zu 'Schrecklich schön und weit und wild'
Link zu 'Reduktion und Tempo'
Link zu '42,195'
 
Nächster Termin
23/10/2017
19:30 Uhr
Vellmar
Schrecklich schön und weit und wild
 
Aktuelles Video